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35000 Polizeibeamte lernen Avci WingTsun

Weiterer Erfolg der Zusammenarbeit der WTEO mit den Behörden der öffentlichen Sicherheit

Anfang Juli 2002 hat das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) per Erlass beschlossen, die im Einsatzalltag der Spezialeinsatzkommandos (SEK) NRW sowie im Justizvollzug erprobten und bewährten Eingriffstechniken aus dem Avci WingTsun/Escrima nun auch in der gesamten Schutzpolizei - das sind etwa 35000 Beamte - des Landes einzuführen. Sowohl in der Ausbildung der Polizisten als auch in der Weiterbildung werden zukünftig Eingriffs- und Sicherungstechniken trainiert, an deren Entwicklung Sifu Salih Avci und führende Ausbilder der SEK beteiligt waren. Die Qualifizierung der Fachlehrer und Trainer wurde bereits im September 2002 aufgenommen, die Polizeibehörden haben seit Januar 2003 begonnen, ihr Einsatztraining umzustellen.

Zusammenarbeit mit dem SEK und der Justiz
Seit 1992 bildet Sifu Salih Avci die SEK des Landes NRW sowie des Bundes in den Bereichen Sicherungs- und Eingriffstechniken aus. Die positiven Erfahrungen, die die Einsatzkräfte mit diesen Techniken sammelten, führten bereits vor Jahren zu einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Justizvollzugsdienst NRW. Eine spezielle Arbeitsgruppe wurde damals vom Justizministerium NRW eingerichtet und neue, für den Justizvollzug geeignete Techniken entwickelt - mit der Einführung der neuen Richtlinien über Sicherungstechniken zur Gefahrenabwehr im Justizvollzug im Jahr 1999 wurden die neuen Techniken für den Justizvollzug als verbindlich vorgeschrieben. Im Jahr 2002 hat nun das Innenministerium NRW entschieden, die bewährten Techniken des AvciWT/Escrima auch für die normale Polizei einzusetzen.

Eingriffstechniken für die Polizei entwickelt
Ziel der Einführung neuer Sicherungs- und Eingriffstechniken ist es, die Beamten noch besser zu befähigen, körperliche Angriffe angemessen und wirksam abzuwehren sowie Festnahmen und Eingriffe mit möglichst geringer Eigen- und Fremdgefährdung vorzunehmen. Eine Projektgruppe des Polizeifortbildungsinstitutes "Carl Severing" in Münster, in der auch Sifu Salih Avci mitarbeitete, entwickelte die Eingriffstechniken auf der Basis ihrer langjährigen Erfahrungen bei den SEK bzw. dem Justizvollzug. Die bei den SEK bzw. dem Justizvollzug genutzten Sicherungs- und Eingriffstechniken konnten natürlich nicht 1:1 auf den Dienstalltag der Polizei übertragen werden und wurden deshalb den Anforderungen polizeitypischer Eingreifsituationen angepasst. Sifu Salih Avci sowie erfahrene Ausbilder der SEK waren und sind an derAusbildung der Trainer und Fachlehrer für die Polizei beteiligt.

Keine Einzeltechniken, sondern ein System
Charakteristisch für die neuen Eingriffstechniken ist, dass es sich nicht um Einzeltechniken handelt, sondern die Techniken vielmehr ein System polizeispezifischer Eingriffserfordernisse bilden. Die Techniken sind sowohl für den einzelnen Beamten als auch für ein Team einsetzbar. Sie können sowohl in so genannten "statischen" (zwangsweise Blutprobe) als auch "dynamischen" Sitationen (plötzlicher Angriff) eingesetzt werden. Neben dieser Flexibilität sind die neuen Eingriffstechniken leicht erlernbar, da sich das systematische Vorgehen unabhängig von der jeweiligen Situation bei Annäherung, Kontaktaufnahme bzw. Festnahme nicht wesentlich unterscheidet und sich somit ähnliche Abläufe häufig wiederholen. Damit sind die neuen Einsatztechniken universell einsetzbar - einer der größten Vorteile.
1020M10221.jpg Trainingsbestandteile der neuen Eingriffstechniken sind Schutzhaltungen, "gedecktes Vorgehen", Kontaktaufnahme sowie Festnahmetechniken. Bei den Schutzhaltungen werden die für das Avci WingTsun typische Vorkampfstellung und der neutrale Stand vermittelt sowie charakteristische Arm- und Beinhaltungen (Keilprinzip). Gedecktes Vorgehen bezeichnet hingegen die Distanzüberbrückung bei Angriffendurch Tritt-, Faust-, Knie-/Ellenbogentechniken sowie Hebel- und Wurftechniken und Techniken am Boden. Damit werden alle fünf Distanzen einer Selbstverteidigungssituation abgedeckt. Der Trainingsbestandteil "Kontaktaufnahme" umfasst sowohl Kontrolltechniken für Arme und Beine als auch grundlegende Befreiungstechniken. Festnahmetechniken werden in allen möglichen Situationen - stehend, sitzend, vorgebeugt, liegend - eingesetzt. Darüber hinaus umfassen die neuen Eingriffstechniken auch Festnahmen aus Fahrzeugen heraus, Kontrolltechniken beim Durchsuchen, Festnahmetechniken mit der Schusswaffe in der Hand (Notwehr- oder Nothilfesituationen) sowie die Festnahme von gewalttätigen Personen auseiner Gruppe heraus. Trainiert werden ausserdem auch Fesselungstechniken, Anti-Wurf- sowie Anti-Hebel-Techniken. Die neuen Eingriffstechniken sollen den Polizeibeamten optimal auf seinen Dienstalltag vorbereiten und ihm für fast jede Situation die Möglichkeit geben, angemessen aber wirksam einzugreifen - ohne sich selbst oder andere zu gefährden.

Seit 2003 werden die neuen Eingriffstechniken unterrichtet
Die neuen Eingriffstechniken werden bereits seit Januar 2003 bei den Polizeiausbildungsinstituten trainiert - für die Weiterbildung der Polizisten werden zunächst einzelne Trainingsbestandteile anhand ausgewählter Themen genutzt, um diese möglichst schnell in die Lage zu versetzen, mit den neuen Eingriffstechniken Angriffe abzuwehren und Festnahmen durchzuführen.
Das System "Neue Eingriffstechniken Polizei NRW" erfüllt somit sowohl polizeispezifische taktische, technische als auch rechtliche Anforderungen. Schwerpunkt der Nutzung dieser Techniken ist die Reduzierung von Gewalt sowie eine Verbesserung der Eigensicherung. Die neuen Eingriffstechniken entsprechen der Verhältnismäßigkeit und sind flexibel und effektiv. Vorrangiges Ziel bei der Einführung der neuen Eingriffstechniken ist die Verhinderung unnötiger Gefährdungen der Polizeibeamten (Eigensicherung) und unbeteiligter Personen. Durch die Eingriffstechniken wird die Eigensicherung verbessert, da die Techniken auch in unvorhersehbaren Situationen souveräne Handlungsalternativen bieten - somit wird das Risiko für einschreitende Polizeibeamten verringert. Eine optimale Eigensicherung wird durch professionelles Handeln gewährleistet .
Die Einführung der neuen Eingriffstechniken bei der Polizei NRW ist ein wichtiger Erfolg der Zusammenarbeit der WTEO mit den Behörden der öffentlichen Sicherheit und nicht zuletzt Resultat der jahrelangen, erfolgreichen Tätigkeit von Sifu Salih Avci bei den SEK NRW sowie dem Justizvollzug des Landes. Die positiven Erfahrungen der auf dem Avci WT/Escrima basierenden Sicherungs- und Eingriffstechniken bei den SEK und auch im Justizvollzug sind die Basis für die Nutzung ähnlicher Techniken bei der Polizei von NRW. Sollten die neuen Eingriffstechniken bei der Polizei NRW zu ähnlich positiven Erfahrungen führen, dürfte dies Signalwirkung für andere Bundesländer haben - einige haben bereits ihr Interesse angemeldet und Sifu Salih Avci hat schon erste einführende Seminare gegeben.Anfang Juli 2002 hat das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) per Erlass beschlossen, die im Einsatzalltag der Spezialeinsatzkommandos (SEK) NRW sowie im Justizvollzug erprobten und bewährten Eingriffstechniken aus dem Avci WingTsun/Escrima nun auch in der gesamten Schutzpolizei - das sind etwa 35000 Beamte - des Landes einzuführen. Sowohl in der Ausbildung der Polizisten als auch in der Weiterbildung werden zukünftig Eingriffs- und Sicherungstechniken trainiert, an deren Entwicklung Sifu Salih Avci und führende Ausbilder der SEK beteiligt waren. Die Qualifizierung der Fachlehrer und Trainer wurde bereits im September 2002 aufgenommen, die Polizeibehörden haben seit Januar 2003 begonnen, ihr Einsatztraining umzustellen.





12.04.2003 | AL |
Übersicht
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